Gelenkersatz – Endoprothese (minimalinvasiv, muskelschonend)

Bei einem fortgeschrittenen Verschleiß des Hüftgelenkes (Hüftarthrose), kann eine gelenkerhaltende Therapiemaßnahme nicht mehr anhaltend Beschwerden lindern.

In Abhängigkeit des persönlichen Leidens erwägen wir die Implantation eines künstlichen Gelenkes (Hüftprothese). Hierbei legen wir insbesondere Wert auf eine individuelle Planung in Abstimmung auf die speziellen Bedürfnisse des Patienten. Persönliche Faktoren wie beispielsweise Alter, sportlicher Anspruch und Schmerzintensität stehen im Fokus der Behandlung.

Soweit möglich werden sämtliche Hüftprothesen über einen muskelschonenden, minimalinvasiven Zugang operiert. Das operierte Bein kann nach der Operation in den allermeisten Fällen sofort wieder belastet werden. Bereits am ersten Tag nach der Operation sollte das Laufen wieder möglich sein. Die Entlassung aus der stationären Behandlung ist oft schon nach dem vierten Tag möglich.

Minimalziel ist es die Mobilität wieder herzustellen. Auch Sport mit Endoprothese ist durch das muskelschonende Vorgehen in den meisten Fällen wieder gut möglich.

Minimalinvasive Hüftendoprothetik

Komplikationsarme Operationstechnik
Schnelle Genesung durch Muskelschonung
Kleinerer, kosmetischer Hautschnitt
Bestes funktionelles Ergebnis

Das künstliche Hüftgelenk (Hüftendoprothese, Hüft-TEP) ist heutzutage ein Routineeingriff in orthopädischen Kliniken. Bereits mit der klassischen Operationsweise über größere Standardzugänge zum Hüftgelenk lässt sich eine hohe Patientenzufriedenheit erreichen.

Eine Weiterentwicklung der klassischen Operationstechnik ist das minimalinvasive Vorgehen. Hiermit kann eine noch höhere Patientenzufriedenheit und ein besseres funktionelles Ergebnis nach der Operation erreicht werden.

Die Entscheidung, welche Therapie für Sie die individuell passendste ist treffen Sie nach ausführlicher Beratung durch uns im Beratungsgespräch.

Vorteile der minimalinvasiven Operationstechnik:

Schnelle Mobilisation
Durch die muskelschonende Operation kommen Sie sehr schnell wieder auf die Beine – minimalinvasiven Hüftendoprothesen sind in der Regel sofort wieder belastbar – die ersten Gehversuche werden meist bereits wenige Minuten nach dem Eingriff gemeinsam mit dem Operateur persönlich unternommen.

Weniger Probleme
Nach der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks kann es zu selten Komplikationen wie Thrombose, Lungenentzündungen oder Embolien (Gerinnsel). Diese sind häufig Folge der bisher üblichen initialen Bettruhe bzw. Immobilität. Mit einer frühen Mobilisation verringert sich das Risiko für solche nach Immobilisierung auftretenden Probleme nochmals deutlich.
Durch den kleineren Schnitt und dem weichteilschonenden Vorgehen kommt es zu weniger Blutungen und zu einer schnellen Wundheilung.

In jedem Patientenalter sinnvoll
Bei jungen PatientenInnen bietet sich aufgrund des noch höheren sportlichen Anspruchs ein muskelschonendes Vorgehen an.
In höherem Alter nimmt der Muskelanteil des Körpers ab. Daher ist es insbesondere auch bei älteren PatientenInnen sinnvoll jegliche Muskelschädigung zu vermeiden.

Erhöhte Zufriedenheit mit dem neuen Gelenk!
Eine schnelle Mobilisierung bedeutet eine geringere psychische Belastung nach dem Eingriff. Es erhöht das Vertrauen in das neue Gelenk. Auch die psychische Komponente ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Zufriedenheit mit dem Kunstgelenk

Moderne, bewährte Implantate
Wichtig ist, dass moderne Implantate eine schonende Implantation erlauben und eine lange Standzeit (Haltbarkeit) gewährleisten. Es werden ausschließlich bewährte Implantate namhafter Hersteller verwendet. Die höchste Qualität der verwendeten Implantate wird anhand der Daten der nationalen und internationalen Endoprothesenregister fortlaufend überwacht.

Entlassung
Die Entlassung erfolgt in unserer Abteilung anhand fester Kriterien wie zum Beispiel sicheres selbständiges Treppensteigen.
Auch beim minimalinvasiven Vorgehen muss der Krankenhausaufenthalt nicht verkürzt werden. Die Entlassung erfolgt ausschließlich in Absprache mit dem/der Patient/-in. Im Vergleich zum Standardvorgehen fühlen sich die Patienten jedoch schneller wieder wohl und wollen daher häufig bereits nach wenigen Nächten nach Hause.

Sport mit dem neuen Gelenk
Das minimalinvasive, muskelschonende Vorgehen bietet sich besonders bei sportlichem Anspruch an. Durch das muskelschonende Vorgehen ist eine hohe Stabilität vorhanden. Die meisten Sportarten können auch mit dem Kunstgelenk wieder ausgeführt werden. Hierzu bieten wir Ihnen gerne eine individuelle, ärztliche Beratung an.

Operationstechnik
Die Operationstechnik ist im Vergleich zur klassischen Implantationstechnik wesentlich muskel- und weichteilschonender. Ziel ist es die hüftgelenksumgebende Muskulatur vollständig zu schonen. Dies gewährleistet eine sofortige Belastbarkeit des neuen Gelenkes.

Nachbehandlung
Die Prothese kann sofort voll belastet werden, sodass direkt im Anschluss an die Operation die ersten Schritte auf der neuen Hüfte unternommen werden können.

Eine Anschlussheilbehandlung („Reha“) wird von uns nach Ihren Wünschen eingeleitet und kann stationär aber auch ambulant erfolgen.