Arthroskopische Behandlung am Kniegelenk in Berlin

Alle nicht-operativen (konservativen) Behandlungsmethoden am Kniegelenk werden zunächst in Erwägung gezogen und können eingeleitet werden. 

Sollte ein operativer Eingriff notwendig sein, so wird dieser in der modernen Gelenkchirurgie zumeist minimalinvasiv durchgeführt. Die bevorzugte Operationsmethode ist die Arthroskopie (Gelenkspiegelung). 

Die Arthroskopie ist eine besonders weichteilschonende Operationstechnik. Dadurch werden Beschwerden nach der Operation minimiert und der Heilungsverlauf ist deutlich verkürzt. Außerdem werden durch die hohe visuelle Auflösung des Arthroskops Gelenkstrukturen sehr präzise repariert. Selbst schon eingetretene Knorpelschäden können therapiert werden. Die Abteilung für Sportorthopädie und Hüftchirurgie hat diesbezüglich eine besondere Expertise und wird als ein Zentrum des Deutschen Knorpelregisters genannt. Alle gängigen Verfahren der Knorpeltherapien werden bei uns angeboten. Auch die Knorpelzelltransplantation stellt eines der Verfahren dar und wird seit vielen Jahren in unserer Abteilung routinemäßig angewandt (siehe auch Flyer Knorpeltherapie). 

In den Händen eines erfahrenen Arthroskopeurs stellt die Arthroskopie ein sehr komplikationsarmes Operationsverfahren dar. 

Die Entscheidung, welche Therapie für Sie die individuell passendste ist treffen Sie nach ausführlicher Beratung durch uns im Beratungsgespräch.

Vorteile der Arthroskopie

Schnelle Heilung

Zur Operation werden nur sehr kleine Zugänge benötigt („Schlüssellochtechnik“). Das führt im Vergleich zur klassischen („offenen“) Operation zu wesentlich geringeren Beschwerden nach dem Eingriff.

Weniger Probleme

Durch die kleine Wundfläche und das weichteilschonende Vorgehen wird auch das Risiko für Komplikationen rund um die Operation deutlich reduziert. 

Erhöhte Patientenzufriedenheit

Die Kombination aus sichererer Operationsmethode mit geringeren postoperativen Beschwerden ergibt in unserer Erfahrung eine deutlich höhere Patientenzufriedenheit.

Präzise

Auch teils schwerwiegende Verletzungen des Gelenkes können durch den erfahrenen Operateur arthroskopisch versorgt werden. Die erkrankten Strukturen werden direkt untersucht und sofern nötig therapiert.  

Für alle Altersgruppen

In unseren Augen profitieren junge, aber auch ältere Patienten sehr von einer schonenden Operationsweise. 

Junge Patienten kommen schneller zurück zum Sport. 

Jedoch auch im höheren Patientenalter profitiert man von der schnelleren Rückkehr in die Normalität-

Krankheitsbilder:

Bei uns werden sämtliche Krankheitsbilder des Kniegelenkes behandelt.

Ruptur des vorderen Kreuzbandes

Ein gerissenes vorderes Kreuzband wird in der Regel durch eine andere Sehne ersetzt. Die Sehnenentnahme erfolgt durch einen kleinen offenen Hautschnitt („mini-open“). Die Kreuzbandtransplantation selbst erfolgt hingegen vollständig arthroskopisch. 

Die Wahl des Transplantats erfolgt nach individueller Beratung im ärztlichen Gespräch. 

Meniskusriss

Der Meniskus ist eine wichtige mechanische Struktur des Kniegelenks. Im Falle eines Meniskusrisses wird daher immer versucht Meniskusgewebe zu erhalten. Dies erfolgt in der Regel mit einer Meniskusnaht. 

Knorpelschäden 

Die Therapie von Knorpelschäden bedarf einer besonderen Erfahrung, da der langfristige Heilungsverlauf sehr individuell ist. Wir bieten hierfür alle gängigen Knorpelregenerativen Verfahren an. Hervorzuheben ist hier die ein- oder zweizeitige Knorpelzelltransplantation. 

Weitere Krankheitsbilder:

  • Bandinstabilitäten
  • Schleimhautpathologien
  • Freie Gelenkkörper
  • Infekte

Operationstechnik

In der Regel sind zwei kleine Hautschnitte (ca. 0,5cm) am vorderen Kniegelenk ausreichend. Über einen Hautschnitt (Zugang) wird eine dünne Kamera vorsichtig in das Kniegelenk eingeführt und das Gelenk wird mit Wasser aufgefüllt. Über den zweiten Zugang kann mit speziellen, sehr feinen Instrumenten das gesamte Gelenk inspizierte und bestehende Probleme direkt therapiert werden. 

Ambulant oder stationärer Aufenthalt und Nachbehandlung

Arthroskopien am Kniegelenk können ambulant oder stationär erfolgen. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 1-2 Tage.

Die Nachbehandlung im Anschluss an die Operation ist abhängig von der behandelten anatomischen Struktur. Häufig kann das Kniegelenk gleich nach der Operation wieder voll belastet werden und es ist keine Einschränkung der Beweglichkeit notwendig. Es kann jedoch auch eine Ent- oder Teilbelastung und eine Einschränkung der Bewegung notwendig werden. Bereits vor der Operation lässt sich in den meisten Fällen die Nachbehandlung bereits relativ genau abschätzen und wird mit Ihnen schon im Vorfeld der Operation besprochen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben rufen Sie uns gerne an: 030 / 22 60 53 000