Dr. med. Alexander Moser
Untersuchung und Diagnostik – Leistenschmerz und Hüftschmerz

Untersuchung und Diagnostik – Leistenschmerz und Hüftschmerz

Viele Patienten stellen sich mit unklaren Beschwerden in der Leiste und in der Hüftregion vor. Oft erfolgen zahlreiche Arztkonsultationen im Vorfeld.

Mit entsprechender Erfahrung werden Erkrankungen mit den Standard-Diagnostikverfahren (Untersuchung durch einen Spezialisten, Röntgen, Ultraschall, MRT) sicher diagnostiziert.

Die Auswertung von Röntgenbildern und MRT erfolgt neben der radiologischen Befundung zusätzlich durch uns. In speziellen Fällen werden ein Arthro-MRT (Kontrastmittel) oder eine 3D-MRT-Bewegungsanalyse durchgeführt.

Sollte eine knöcherne Korrektur an der Hüfte notwendig sein, kann dies mit diesem System bereits vor der Operation simuliert werden. Auf diese Weise gewährleisten wir ein bestmögliches Operationsergebnis.

Wenn Sie Fragen zu unserer umfangreichen Diagnostik bei Hüft- & Leistenschmerzen haben, haben rufen Sie uns unter 030 / 22 60 53 000 an und vereinbaren Sie einen Termin. Ihr Orthopäde in Berlin (Mitte) hilft Ihnen gerne effektiv & kompetent weiter.

FAQ
Untersuchung und Diagnostik
– Anamnese: Der erste Schritt zur korrekten Diagnose ist immer eine gezielte Anamnese, hierbei wird die Krankengeschichte erfasst und spezifischer Symptome erfragt. Auch spezifische körperliche Beanspruchungen zum Beispiel im Beruf oder sportliche Aktivitäten können relevant sein.

– Klinische Untersuchung : Der körperlichen Untersuchung kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Die Untersuchung erkennt Bewegungseinschränkungen, Druckempfindlichkeit und mögliche Auslösefaktoren. Der Bewegungsumfang (ROM – Range of Motion), spezifische Tests (Funktionstest – Untersuchungen zur Beurteilung von Muskelfunktion und biomechanischen Abläufen: Impingement Test, Apprehension Test, Subspine Test, FEAR Test, Leg roll Test etc.) und Schmerzlokalisation erlauben Rückschlüsse auf anatomische Ursachen der Hüftschmerzen.

– Bildgebende Verfahren: Röntgen, MRT oder CT, um strukturelle Veränderungen im Bereich der Leiste oder Hüfte zu visualisieren. Das Röntgen stellt räumliche Formen besser dar als die Schnittbildgebungsverfahren (CT und MRT). Häufig wird heutzutage nur noch ein MRT der Hüfte angefertigt. Viele Erkrankungen (zum Beispiel eine acetabuläre Dysplasie) lassen sich im MRT nur schwer beurteilen und werden häufig in der Kernspintomographie (MRT) übersehen. Die Standard Röntgenaufnahmen (Beckenübersichtsaufnahme, Lauensteinaufnahme, Dunn-, False-Profil-Aufnahme) sind für eine exakte Diagnosestellung häufig notwendig. Für die Operationsplanung können die Röntgenaufnahmen im Computer kalibriert werden und es kann eine Operationsplanung (zum Beispiel Prothesenplanung oder Planung von knöchernen Korrekturen bei femoroacetabulärem Impingement) bereits vor der Operation am Computer erfolgen. Dies erhöht die Präzision der Hüftoperation.

Die moderne Diagnostik erlaubt bereits dreidimensionale Darstellungen und Bewegungsanalysen (4D ​ Bewegungsanalysen, siehe youtubevideo) mittels MRT- oder CT-Bildgebung. Falls notwendig werden derartige Bildgebungen eingeleitet.

Die Ultraschalluntersuchung der Hüfte spielt eine bedeutende Rolle in der Diagnostik von Leistenschmerz und Hüftschmerz:

• Darstellung von Weichteilen: Ultraschall ermöglicht eine detaillierte Visualisierung von Weichteilstrukturen wie Muskeln, Sehnen, Bändern und Schleimbeuteln, was besonders relevant ist, um Verletzungen oder Entzündungen zu identifizieren.

• Leistenhernien: Ultraschall ist eine effektive Methode eines Allgemeinchirurgen zur Diagnose von Leistenhernien, da er eine dynamische Darstellung während bestimmter Bewegungen ermöglicht.

• Bewegungsanalyse: Durchführung von dynamischen Bewegungstests, um die Funktionalität der Hüfte zu beurteilen und etwaige Bewegungseinschränkungen oder Unregelmäßigkeiten zu identifizieren.

• Führung für Interventionen: Ultraschall kann auch während bestimmter therapeutischer Interventionen eingesetzt werden, beispielsweise zur gezielten Injektion von Medikamenten in die Hüftregion.

• Risikofreie Methode: Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren ist der Ultraschall nicht-invasiv und ohne Strahlenbelastung, was ihn zu einer sicheren Option macht. Die Ultraschalluntersuchung trägt somit wesentlich dazu bei, Hüftprobleme präzise zu diagnostizieren und den Weg für gezielte Behandlungspläne zu ebnen.

– Labortests: Blutuntersuchungen können entzündliche Prozesse oder andere systemische Ursachen aufzeigen.

– Diagnostische Gelenkinfiltration (Gelenkspritze): Eine Gelenkinfiltration am Hüftgelenk bezieht sich auf die Injektion von Medikamenten, normalerweise entzündungshemmenden Kortikosteroiden und einem Lokalanästhetikum, direkt in das Hüftgelenk. Diese Injektion kann therapeutische und diagnostische Zwecke haben:

• Therapeutischer Aspekt: Die Infiltration von Medikamenten in das Hüftgelenk kann dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Dies ist besonders nützlich bei Erkrankungen wie Arthritis oder Bursitis.

• Diagnostischer Aspekt: Eine Gelenk-Infiltration dient auch als diagnostisches Werkzeug. Wenn der Schmerz nach der Injektion signifikant nachlässt, kann dies darauf hinweisen, dass das Hüftgelenk die Schmerzquelle ist. Dies bestätigt die Hüfte als primäre Ursache der Beschwerden.

• Bewegungsanalyse: Die Infiltration kann auch im Zusammenhang mit diagnostischen Bewegungstests durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob die Injektion die Schmerzen während bestimmter Bewegungen lindert oder verbessert. Die Bedeutung der Gelenk-Infiltration liegt darin, eine gezielte und kurzfristige Linderung von Schmerzen zu ermöglichen, während ​ gleichzeitig diagnostische Informationen gesammelt werden, um die genaue Ursache der Hüftbeschwerden zu identifizieren.

Die Kombination dieser Untersuchungen ermöglicht eine genauere Diagnose und legt den Grundstein für die Entwicklung eines geeigneten Behandlungsplans und eine zielgerichtete Behandlung.

Die Anamnese bei der Untersuchung von Leisten- und Hüftschmerzen umfasst wichtige Schritte:

– Schmerzcharakteristik: Der Arzt erfragt die Art des Schmerzes, wie z.B. stechend, dumpf oder ziehend, um mögliche Ursachen zu differenzieren.

– Beginn und Dauer der Beschwerden: Wann traten die Schmerzen erstmals auf, und wie hat sich ihre Intensität im Verlauf verändert?

– Auslösefaktoren: Gibt es bestimmte Bewegungen, Aktivitäten oder Belastungen, die die Schmerzen verstärken oder auslösen?

– Vorerkrankungen und Verletzungen: Informationen zu früheren Verletzungen, Operationen oder chronischen Erkrankungen können Hinweise auf mögliche Ursachen geben.

– Aktivitätsniveau: Der Arzt erfragt das übliche Aktivitätsniveau des Patienten, um festzustellen, ob bestimmte Bewegungen oder Sportarten die Beschwerden beeinflussen.

– Begleitsymptome: Das Vorhandensein von Begleitsymptomen wie Schwellungen, Taubheitsgefühlen oder Bewegungseinschränkungen wird ermittelt.

– Eine gründliche Anamnese ist entscheidend, um ein umfassendes Bild der Beschwerden zu erhalten und dient als Ausgangspunkt für weitere diagnostische Maßnahmen.

– Bewegungseinschränkungen feststellen: Die Überprüfung der Beweglichkeit des Hüftgelenks gibt Hinweise auf mögliche Probleme wie Arthritis oder Impingement.

– Druckempfindlichkeit prüfen: Der Arzt kann den Bereich um die Hüfte auf Druckempfindlichkeit untersuchen, um mögliche Entzündungen oder Verletzungen zu identifizieren.

– Gangmuster beurteilen: Eine genaue Beurteilung des Gehens kann auf bestimmte Hüftprobleme oder muskuläre Ungleichgewichte hinweisen.

– Provokationstests durchführen: Spezifische Tests können dabei helfen, die Schmerzursache zu lokalisieren, z. B. durch Drehbewegungen oder Beugungen des Hüftgelenks. Spezielle Funktionstest zur Untersuchungen und Beurteilung von Muskelfunktion und biomechanischen Abläufen sind: Impingement Test, Apprehension Test, Subspine Test, FEAR Test, Leg roll Test etc.)

Die klinische Untersuchung dient als Ausgangspunkt für weitere diagnostische Schritte, einschließlich bildgebender Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT, um eine präzise Diagnose von Hüftschmerzen zu ermöglichen.



– Röntgenaufnahmen: Ermöglichen die Visualisierung von Knochenstrukturen und können Knochenprobleme wie Frakturen oder Arthrose zeigen.

– Magnetresonanztomographie (MRT): Bietet detaillierte Bilder von Muskeln, Bändern, Sehnen und Weichteilen, um Verletzungen oder Entzündungen zu identifizieren.

– Computertomographie (CT): Dient der detaillierten Darstellung von Knochen und eignet sich besonders für die Beurteilung knöcherner Strukturen.

– Ultraschall: Kann zur Untersuchung von Weichteilstrukturen, insbesondere bei Verdacht auf Leistenhernien, eingesetzt werden.

Diese Verfahren ermöglichen eine genaue Diagnose, indem sie die strukturellen Aspekte von Leisten- und Hüftproblemen sichtbar machen. Je nach klinischem Verdacht entscheidet der Arzt, welches bildgebende Verfahren am besten geeignet ist.

Die Unterscheidung zwischen Leisten- und Hüftschmerzen in der Diagnostik erfolgt durch eine gründliche klinische Untersuchung und gegebenenfalls zusätzliche spezifische Tests:

– Anamnese: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte und prüft, ob bestimmte Bewegungen oder Aktivitäten die Schmerzen auslösen.

– Lokalisation der Schmerzen: Durch genaue Lokalisation kann versucht werden festzustellen, ob die Schmerzen eher aus der Hüfte oder der Leistenregion stammen.

– Beweglichkeitstests: Untersuchungen, die die Beweglichkeit der Hüfte und der Leiste überprüfen, können dabei helfen, die schmerzverursachende Region zu identifizieren.

– Bildgebende Verfahren: Röntgen, MRT oder CT können strukturelle Veränderungen in Hüfte und Leiste visualisieren und helfen bei der Differenzierung.

– Ultraschall: Insbesondere bei Verdacht auf Leistenhernien kann der Ultraschall eine gezielte Untersuchungsmethode sein.

– Gelenkspritze (Gelenkinfiltration): Wenn der Schmerz nach der gezielter Injektion in das Gelenk unter Ultraschallkontrolle signifikant nachlässt, kann dies darauf hinweisen, dass das Hüftgelenk die Schmerzquelle ist. Dies kann die Hüfte als primäre Ursache der Beschwerden bestätigen oder ausschließen. Auch andere Regionen um die Hüfte und Leiste können gezielt infiltriert werden. Der Infiltration kommt eine sehr hohe diagnostische Bedeutung zu wenn nach den Standard-Diagnoseverfahren noch keine sichere Diagnosestellung möglich war.

Die Kombination dieser Ansätze ermöglicht eine präzise Diagnose und Unterscheidung zwischen Leisten- und Hüftschmerzen, was wiederum die Entwicklung eines geeigneten Behandlungsplans unterstützt.

Laboruntersuchungen können bei der Diagnose von Leisten- und Hüftbeschwerden dazu beitragen, systemische Ursachen oder Entzündungsprozesse zu identifizieren. Hier sind einige relevante Tests:

– Blutbild (Hämogramm): Kann auf Anzeichen von Infektionen oder Entzündungen hinweisen.

– Entzündungsmarker (z.B. C-reaktives Protein, Blutsenkungsgeschwindigkeit): Erhöhte Werte können auf entzündliche Prozesse im Körper hindeuten.

– Rheumafaktoren und Antikörper: Untersuchungen, um autoimmune Ursachen von Gelenk- oder Hüftproblemen auszuschließen.

– Elektrolyte und Nierenfunktionstests: Insbesondere bei lang anhaltenden oder schweren Beschwerden, um systemische Probleme auszuschließen.

– Blutzuckertests: Diabetes kann sich auf die Gelenke auswirken und zu Beschwerden führen.

Nicht jeder Patient mit Leisten- oder Hüftbeschwerden benötigt umfassende Laboruntersuchungen. Ob spezifische laborchemische Tests notwendig sind hängt von der individuellen Krankengeschichte und den klinischen Befunden ab.

Die Diagnose von Leistenhernien kann durch verschiedene spezifische Tests unterstützt werden. Hier sind einige häufig angewendete Methoden:

– Husten- oder Valsalva-Test: Der Patient wird aufgefordert, stark zu husten oder zu pressen, während der Arzt die Leistenregion untersucht. Dies kann dazu beitragen, eine Hernie zu identifizieren, da der Druck während des Hustens die Ausstülpung verstärken kann.

– Leistenkanal-Palpation: Der Arzt tastet die Leistenregion ab, um nach Schwellungen oder einer tastbaren Ausstülpung zu suchen.

– Ultraschalluntersuchung: Der Ultraschall ermöglicht eine dynamische Darstellung der Leistenregion und ist effektiv bei der Identifizierung von Hernien.

– CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie): Diese bildgebenden Verfahren können zur genaueren Lokalisierung und Beurteilung der Größe einer Leistenhernie eingesetzt werden.

Die Kombination dieser Tests trägt dazu bei, eine präzise Diagnose von Leistenhernien zu ermöglichen, was wiederum die Grundlage für eine geeignete Behandlungsentscheidung bildet. Sollte nach der von uns durchgeführten Diagnostik der Verdacht auf eine Leistenhernie bestehen so können wir Ihnen auf Wunsch einen der führenden Spezialisten für Leistenhernienbehandlung empfehlen.



Die Differenzialdiagnose zwischen muskulären, knöchernen und nervenbedingten Leisten- und Hüftschmerzen erfordert eine umfassende klinische Beurteilung und kann verschiedene diagnostische Ansätze umfassen:

– Anamnese: Eine detaillierte Erfassung der Krankengeschichte, einschließlich der Art und Dauer der Schmerzen, vorangegangener Verletzungen und begleitender Symptome.

– Klinische Untersuchung: Der Arzt prüft die Beweglichkeit, Druckempfindlichkeit und Muskelfunktion im Bereich der Leiste und Hüfte, um bestimmte Ursachen auszuschließen oder zu identifizieren.

– Bildgebende Verfahren: Röntgen, MRT oder CT können strukturelle Veränderungen in Knochen, Gelenken und Weichteilen zeigen.

– Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeitsmessung: Diese Tests können Nervenschäden oder Kompressionen aufdecken.

– Blutuntersuchungen: Labortests können entzündliche Prozesse oder systemische Ursachen von Schmerzen anzeigen.

– Funktionstests: Spezielle Tests, um die Muskelfunktion, biomechanische Abläufe und Nervenfunktion zu bewerten.

– Gelenkinfiltration: Die gezielte Spritze unter Ultraschallkontrolle ermöglicht eine Unterscheidung von Schmerzursachen. Bei unklaren fällen hat sie einen sehr hohen diagnostischen Wert.

Die Kombination dieser Diagnosemethoden ermöglicht es, muskuläre, knöcherne und nervenbedingte Ursachen zu unterscheiden und somit eine präzise Differenzialdiagnose für Leisten- und Hüftschmerzen zu erstellen.

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Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Orthopädische Chirurgie
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